Jugendstil und Historismus

Der Jugendstil lässt sich geschichtlich zwischen dem Historismus und der modernen Kunst eingliedern. Der Historismus ahmte ältere Stilrichtungen nach, wobei neben der Architektur der klassischen Antike auch andere Epochen mit in den Stil einflossen. Im Vordergrund stand weniger Funktionalität, als Repräsentation. Ende des 19. Jahrhundert läutete der Jugendstil jedoch das Ende des Historismus ein. Dabei sollte aber auch erwähnt werden, dass nicht alle Künstler sich dem Jugendstil anschlossen. Die Jugendstilbewegung war doch eher eine sehr junge Gruppe von Künstlern, so dass man nicht sagen kann der Jugendstil wäre eine in sich geschlossene Bewegung gewesen, wie es heute den Anschein hat.



Der Jugendstil verstand sich als bewusste Gegenströmung zu mit Dekorationen überladenen Kunstprodukten, die – auf Grundlage der industriellen Revolution – in großer Stückzahl maschinell hergestellt werden konnten. Ornamente wurden zwar noch verwendet, allerdings ohne historischen Bezug, und mit dem Beginn des Jugendstils verbreiteten sich zunehmend weniger aufwändige Baustile.

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